Das Fundbüro

Einfach erklärt
// 13 Februar 2019

Auf dem Bahnsteig, auf einem Sitz in einer Kabine…. Wer hat nicht schon einmal den einen oder anderen Gegenstand in einem der zahlreichen Züge oder Busse vergessen, die täglich in Luxemburgs Straßen und über seine drei Landesgrenzen hinaus unterwegs sind?

Ein verlorener oder vergessener Gegenstand – sicherlich eine unangenehme Erfahrung, aber keinesfalls eine seltene. Das wird auch das Fundbüro der CFL befürworten. Diese Abteilung, deren Räumlichkeiten sich in der Nähe des Bahnsteigs 3AB am Luxemburger Bahnhof befinden, bearbeitet nicht weniger als durchschnittlich 800 Fälle im Monat, also ganze 9.600 Akten pro Jahr.

Die verschiedenen Mitarbeiter des Fundbüros beantworten zahlreiche Verlustmeldungen per Mail oder auch über die eigens zu diesem Zweck erstellten Formulare, die auf der CLF-Internetseite ausgefüllt werden können. Auch das Telefon klingelt häufig. Im Schnitt werden täglich 25 bis 30 Anfragen bearbeitet.

Die Natur der persönlichen Gegenstände, die von den CFL-Reisenden vergessen werden, wechseln je nach Jahreszeit. So werden im Frühjahr und Herbst mehr Regenjacken und –schirme aufgefunden. Im Winter sind es eher Schals, Mützen und Handschuhe.

Die erste Stufe auf dem Siegerpodest besetzen, unabhängig von der Jahreszeit, die Handys, die am häufigsten in den CFL-Zügen und –bussen zurückgelassen werden. Unter den Klassikern finden sich außerdem der Geldbeutel, der Schlüsselbund oder gar das Handgepäck.

Umso einfacher ist es, ein Auge auf Letzteres zu haben, betreibt doch das Fundbüro am Hauptbahnhof ebenfalls die Aufbewahrung von Handgepäck. Mittels 5 Euro können die Fahrgäste hier ihr Gepäck bis zu 24 Stunden lang abgeben und es zum gewünschten Zeitpunkt wieder abholen, während der Öffnungszeiten des Büros (von 6.15 bis 21.30 Uhr).

Allgemein haben die Besitzer bis zu zwei Monate Zeit, ihr verlorenes Eigentum abzuholen. Wertsachen oder persönliche Gegenstände (wie Handys, Geldbeutel, Ausweispapiere u.ä.) werden zwei Mal pro Woche dem lokalen Kommissariat anvertraut. Interessant: unter allen verzeichneten Fundstücken haben 72% den Weg zurück zu den Kunden gefunden.

Für die Fahrgäste, die nicht so viel Glück hatten, bleibt dennoch Hoffnung. So plant die CFL im Laufe dieses Jahres den Start eines neuen Suchwerkzeugs, das via Internet abrufbar sein wird. Ein Werkzeug, das mit ein wenig Glück vielleicht dabei helfen wird, unter all den verzeichneten Fundstücken in wenigen Klicks auf seinen verlorenen Schatz zu stoßen.

Sind Sie betroffen ? Dann füllen Sie das Formular „Verlustmeldung“ aus, indem Sie auf der Webseite www.cfl.lu vorbeischauen oder auf den unten stehenden Link klicken.

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