Die Sicherheitslinie

Einfach erklärt
// 17 Oktober 2018
Mehrere Bahnsteige durchs Land werden noch mit gelben Sicherheitslinien ausgestattet.

Ob gelb oder weiß, sie erscheint meist in der sogenannten „podotaktilen“ Form, also einer mit Relief geprägten Oberfläche, die es auch Menschen mit Sehbehinderung erlaubt, sich auf den Bahnsteigen zurechtzufinden.

Diese Woche haben wir auf sie aufmerksam gemacht, um auf die folgende Frage zu antworten:

Welche Rolle spielt die Sicherheitslinie, ungeachtet ihrer Farbe oder Form, entlang der Bahnsteige an den 70 Bahnhöfen des Landes?

Obwohl der Zug eines der sichersten Verkehrsmittel bleibt, kann beim Warten am Bahnsteig, durch unangemessenes Verhalten Gefahr entstehen. Genau wie die Markierungen auf unseren Straßen und Bürgersteigen, ist die Sicherheitslinie, abgesehen von ihrer Form und Farbe, ein Warnzeichen für die Fahrgäste und dient der Abgrenzung einer nicht zu überschreitenden Zone.

Die Sicherheitslinie ermöglicht es, einer Menge Gefahren vorzubeugen, wie z.B.:

  • Der Zusammenprall mit einem durchfahrenden oder in den Bahnhof einfahrenden Zug

Wenn die eigene Distanz zu dem Zug unterschätzt wird, oder man sich bei der Einfahrt des Zuges zu nah am Bahnsteigrand befindet, kann es zum Zusammenstoß kommen, v.a. weil die Ankunft eines Zuges nicht immer klar zu hören ist. Je nach Wetter, Geschwindigkeit oder gar Laufbahn des Zuges nach, werden dessen Geräusche entlang des Rollmaterials abgeleitet und durch den Wind gedämpft. Bei Unaufmerksamkeit ist das Unfallrisiko umso größer.

  • Die sogenannte „Sogwirkung“

Beim Fahren bewegt ein Zug größere Luftmengen um sich herum. Der Fahrtwind prallt gegen die Zugfront und wird, entlang seiner gesamten Länge, noch kräftiger abgestoßen. Ein Unterdruck entsteht, der „Sog“.

Beim Fahren bewegt ein Zug größere Luftmengen um sich herum. Der Fahrtwind prallt gegen die Zugfront und wird, entlang seiner gesamten Länge, noch kräftiger abgestoßen. Ein Unterdruck entsteht, der „Sog“.

Beim Fahren bewegt ein Zug größere Luftmengen um sich herum. Der Fahrtwind prallt gegen die Zugfront und wird, entlang seiner gesamten Länge, noch kräftiger abgestoßen. Ein Unterdruck entsteht, der „Sog“.

Die Sicherheitslinie zu überschreiten und zu nah am Bahnsteigrand zu stehen kann gefährlich sein, denn die vom abgeleiteten Fahrtwind bewirkte Luftströmung saugt alles an, was sich auf ihrem Weg befindet. Eine Person, die die Sicherheitslinie nicht beachtet und sich zu nah am Bahnsteig befindet, kann so destabilisiert werden, was im schlimmsten Fall zum Sturz in die Gleise führen kann.

  • Der Sturz in die Gleise

Während der Stoßzeiten ist der Andrang auf den Bahnsteigen manchmal so stark, dass das Platzangebot deutlich reduziert ist. Mit zusätzlichen Unaufmerksamkeitsfaktoren, wie z.B. Müdigkeit oder Alkoholeinfluss, wird das Risiko, die Sicherheitslinie zu überschreiten und so in die Gleise zu fallen, umso größer.

Zudem ist zu beachten, dass der Bremsweg eines Zuges, aufgrund dessen Geschwindigkeit, seines Gewichtes und der geringen Haftung der Räder auf den Gleisen, länger als erwartet ist. Zum Stoppen benötigt ein Zug zwischen 400 und 1.200 Metern. Durch die vorher erwähnten Elemente ist es dem Triebfahrzeugführer wahrscheinlich nicht möglich rechtzeitig zu stoppen, selbst wenn er eine Person auf den Gleisen gesichtet hat.

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